Nachdenken über Corona

Ein Angebot zum Austausch zwischen Menschen

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Viele Menschen, vielleicht alle, haben Sorgen, wenn es um Corona geht – Angst vor Infektion und Tod, Angst vor Freiheitsbegrenzung, Angst vor Long Covid, Angst vor dem Verlust von Lebensfreude.

Meine eigene Angst ist die vor dem Zerfall der liberalen, demokratischen Gesellschaft. Ich fürchte, die meisten von uns (auch ich) sind nur in Teilgruppen (Echokammern, Bubbles, …) unterwegs und können kein Verständnis aufbringen für „die Anderen“. Dann besteht die Gefahr, diese „Anderen“ als Fanatiker oder Neurotiker oder einfach: Idioten und Verbrecher, abzutun. Das sind normale Verhaltensmuster in Konflikten (Stichwort „mad or bad"), und sie sind gefährlich: Sie schränken das eigene Denken ein und damit das eigene Handeln. Ganz zu schweigen vom Zusammenleben in der demokratischen Gesellschaft.

Was kann dagegen helfen? Vielleicht dies: Gemeinsam Nachdenken.

Machen Sie mit? Haben Sie Lust und Kraft, über die eigene Position in Ruhe, aber nicht allein, nachzudenken? Und anderen, die das ganz anders sehen beim Nachdenken zuzuhören?

Ich vertraue darauf, dass gutes Denken zu gutem Handeln führt. Jede und jeder darf sich einzeln äußern, ohne Diskussion und Auseinandersetzung. Wir wenden die Methode Thinking Environment®, die sorgfältig durchdacht und etabliert ist, und die uns von der Expertin (Ute Liepold) erklärt wird.

Machen Sie mit?


Lassen Sie uns zusammen wirksam werden – mit der Kraft unseres Denkens und Wissens, für eine Gesellschaft, in der unterschiedliche Meinungen bestehen dürfen.

Ich freue mich auf Ihre Beteiligung!

 

Feedback aus dem 4. Corona-Denkraum

Vielen Dank Jürgen, super Initiative und tolle Methode – danke an alle fürs gemeinsame Denken

Interessantes Format, danke dafür!

Weiter so! Ich bin berührt.

Dieses Format ist absolut nachahmenswert.

Tolles Format, sehr hilfreich um einfach mal SEIN zu dürfen. Das tut gut.

Danke für die neuen Perspektiven auf das Thema!

Ein schlichter und menschlicher Ort. Danke!

So viele Brückenbauerinnen und Brückenbauer, egal, welche Position sie haben! Das ist wohltuend.

Danke fürs Ermöglichen, Jürgen.

Danke für die Einblicke.

Vielen Dank. Das war eine so wertschätzende und wohltuende Runde.

Und man bekommt so  viel Impulse für "großes" Denken ohne Egoismus...

Danke für die tollen Runden - es war sehr wertvoll, berührend und einfach auf Augenhöhe.

Schön, dass es diesen Raum gibt, der allen Menschen die Möglichkeit gibt, sich zu äußern, ohne zu wissen was der andere denkt. Das baut Brücken auf!

Man wird gesehen und gehört, Wertschätzung pur. Menschen die mit ihren Anliegen gesehen und gehört werden, brauchen nicht mehr auf die Straße gehen und demonstrieren.

Super Format. Wir Menschen sind zu so viel mehr fähig, als uns nur in 2 Positionen teilen zu lassen. Wir können reden und zuhören. Genau das geht durch die Denkräume fantastisch gut!


Bei allen unterschiedlichen Ansichten waren wir uns einig, dass das Wichtigste „Vertrauen“ ist. Vertrauen in Staat und Wissenschaft. Danke!

Absolut heilend, wie intelligente und warmherzige Menschen einfach zuhören, wie es einem mit Corona und der Situation geht, ohne zu werten. 

 

Mit denken
Mit machen

Aktuell keine Online-Angebote

Es ist Sommer - Corona macht etwas Pause (R<1), und die Aufmerksamkeit liegt aktuell eher bei Putins Angriffskrieg und anderen Themen. Daher gibt es meines Wissens aktuell keine Anbieter für Corona-Denkräume online.

Es gibt in Pforzheim ein Vor-Ort-Angebot der Initiative #miteinander, für das Plätze verfügbar sind oder verfügbar sein werden; wahrscheinlich ist das am besten bei Facebook zu finden.

Und ich sammle gerne Interessent*innen für die nächsten Corona-Denkräume - schreiben Sie mir gerne eine Mail. Ich informiere Sie dann, sobald sich genug Interessent*innen und eine Anbieterin finden.

 
Image by israel palacio

Corona-Denkräume im Radio:

Interview mit zwei Teilnehmern und Initiator Jürgen von Oertzen

Am Sonntag, 23.01.22, 08:00 - 10:00

bei BigFM in der Sendung BigSpirit

Hier nachhören

 

Feedback von Impfbefürwortern und Impfskeptikern aus dem ersten Corona-Denkraum

Ich kämpfe mit Rührung und Tränen. Das begann schon bei der Regel "Gelassenheit". Ich merke, wie wenig sonst unter diesene Kriterien diskutiert wird, und wie gut es mir getan hat: Ich darf meinen inneren Gedanken Raum lassen. Das hat sich interessanterweise verändert, was mir wichtig ist beim Thema. Ich würde so gerne den Weg der inhaltlichen Schlagabtausche verlassen und in Verbindung gehen.

Ich bin sehr berührt. Ich fand das sehr wohltuend, der Austausch von Mensch zu Mensch. Ich merke, wie sehr mir das gefehlt hat über die letzte Zeit in der Gesellschaft, auf diese menschliche Art in Kontakt zu treten. Ich habe eine tiefe Verbindung gespürt in diesem Austausch, und das war eine sehr schöne Erfahrung. Mehr davon!

Ich bin auch sehr berührt. Das ist ein bisschen wie in der Mediation, wo es auch Situationen gibt, in denen man "sacken lassen" kann, was jemand gesagt wird. Das Format hat es ermöglicht, alles Gesagte erstmal da sein zu lassen. Das ist sehr wichtig in dieser Zeit, denn bei diesem Thema gibt es viele Facetten, und dieses Format macht es möglich, sie zu spüren.

Für mich ist etwas ganz wesentliches passiert: Ich habe festgestellt, dass es mit viel mit der Wahrnehmung zu tun hat. Jeder Mensch hat seine Wahrnehmung und Interpretation, und findet darin seine Wahrheit.  Das geschieht auf einer unbewussten Ebene und ist daher für Einen schwer zu reflektieren. Wenn man das beim Denken miteinander überwinden kann, kann man auch die andere Seite sehen, und die eigene und fremde verletzlichen Punkte wahrnehmen.

Ich mag dieses Format unfassbar gerne, weil es eine große Kraft entwickelt, wenn man sich darauf einlässt. Wir haben uns alle darauf einlassen können, und das ist sehr schön. Ich fühle mich gut, jetzt noch etwas leichter und fröhlicher. Es ist dabei wichtig, das Ego zurückzustellen; das ist vielleicht die stärkste Facette dieses Formats.

Ich habe den Denkraum sehr genoßen, den Blick nach innen, kommen lassen was kommt mit weniger selektiver Wahrnehmung. Nach außen fand ich es schön, nicht nur verstehen, sondern auch beim Anderen spüren zu können, was sich da bewegt. Da war eine gewisse Sinnlichkeit. Dadurch war eine Verbindung möglich. Auch für einen andere Diskussion (außerhalb dieser Rolle) nehme ich dafür eine Bereicherung mit.

Sehr bereichernd an diesem Format ist, dass ich meine Gedanken viel differenzierter ausbreite, wenn ich sie sage, als wenn ich sie nur denke. Hinzu kam das freie, ungeplante Entwicklung des eigenen Denkens. Die Wahrnehmung der anderen beiden im Denkraum - da ist eine Verbundenheit entstanden: Wir haben alle dasselbe Thema, und dadurch entstand eine gewisse Demut.

Überraschend, wie schnell die Zeit vergangen ist beim eigenen Gedanken. Toll, dass ich nicht unterbrochen wurde; normalerweise grätscht immer Einer rein. Ich kommuniziere viel über das Thema, und fand diese Runde hier besonders angenehm. Mehr Zeit wäre gut gewesen! Es war gut zu sehen, dass alle Ängste haben, egal, welche Meinung sie dazu haben.

Ich fühle mich sehr gut - ich kannte das Format nicht und bin begeistert. Ich konnte die Andere spüren und das nachvollziehen. Es war sehr bereichernd in diesem Format, weil man nicht unterbrochen wird oder sich in Schleifen verfängt. Ich fühlte mich sehr gewertschätzt, und das fehlt manchmal sonst bei Diskussionen. Ich finde es toll, wie man sich verstehen kann, so in nur 7 Minuten.

Ich habe tiefe Verzweiflung gehört und dann auch selbst gespürt, weil bei allem Nett-Sein doch unvereinbare Positionen da sind, und das lässt mich ratlos. Ich hätte die Situation gerne so schnell wie möglich wieder gut, und ich weiß, dass das nicht geht.

 

Vorschläge von Teilnehmenden für mögliche nächste Schritte

 
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